Manchmal begleiten uns Wünsche viele Jahre lang. Sie verschwinden nicht, auch wenn das Leben zunächst einen anderen Weg nimmt. Einer dieser Wünsche begleitet mich seit ungefähr 20 Jahren: der Wunsch, Erzieher zu werden und mit Kindern zu arbeiten. Mein Name ist Ulff Berger, ich wurde 1979 geboren. Seit 14 Jahren bin ich selbstständig als Fotograf tätig. Meine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Hochzeit, Baby, Familie und Porträt. Die Fotografie ist für mich nicht nur ein Beruf, sondern eine große Leidenschaft, die auch in Zukunft ein wichtiger Teil meines Lebens bleiben wird. Ich liebe es, besondere Momente und echte Emotionen festzuhalten. Ein Lächeln, ein Blick, eine Umarmung oder eine kleine Geste können eine ganz eigene Geschichte erzählen. Besonders faszinieren mich die kleinen Geschichten des Lebens, die oft nur wenige Sekunden dauern, aber für immer in Erinnerung bleiben.
Bei meiner Arbeit als Fotograf habe ich viele Familien, Babys und Kinder kennengelernt. Dabei habe ich immer wieder gemerkt, wie viel Freude mir der Kontakt mit Kindern macht. Ihre Offenheit, ihre Ehrlichkeit und ihre besondere Sicht auf die Welt haben mich schon immer begeistert. Trotz meiner Tätigkeit als Fotograf hatte ich seit vielen Jahren den Wunsch, noch intensiver mit Kindern zu arbeiten. Ich wollte sie nicht nur für kurze Zeit bei einem Fotoshooting erleben, sondern sie begleiten, unterstützen und mehr über ihre Entwicklung erfahren. Für mich bedeutet das jedoch nicht, die Fotografie aufzugeben. Im Gegenteil: Ich möchte weiterhin als selbstständiger Fotograf tätig bleiben und beide Bereiche miteinander verbinden. Bevor ich meine Ausbildung begonnen habe, arbeitete ich drei Jahre an einer Schule. Dort konnte ich viele Erfahrungen im Umgang mit Kindern sammeln. Diese Zeit hat meinen Wunsch, pädagogisch zu arbeiten, noch verstärkt. Ich merkte immer deutlicher, dass die Arbeit mit Kindern genau der Weg ist, den ich zusätzlich zu meiner Fotografie gehen möchte.
Am 07. Februar 2026 begann ein besonders wichtiger Abschnitt in meinem Leben. Seit diesem Tag arbeite ich in einer Tagesgruppe mit traumatisierten Kindern. Diese Arbeit ist anspruchsvoll, aber gleichzeitig sehr wertvoll. Ich erlebe, wie unterschiedlich Kinder sind und wie wichtig es ist, ihnen mit Geduld, Verständnis, Respekt und Wertschätzung zu begegnen. Manche Kinder haben bereits schwierige Erfahrungen gemacht, die man ihnen auf den ersten Blick nicht ansieht. Dadurch habe ich gelernt, wie wichtig Vertrauen, Sicherheit und Verlässlichkeit sind. Oft können schon kleine Dinge einen großen Unterschied machen: aufmerksam zuhören, da sein, Mut machen oder einem Kind zeigen: „Ich sehe dich und ich nehme dich ernst.“
Diese Erfahrungen haben meinen Wunsch, Erzieher zu werden, noch stärker gemacht. Am 17. August 2026 habe ich deshalb meine Ausbildung zum Erzieher begonnen. Ich absolviere sie berufsbegleitend. Das bedeutet, dass ich meine Ausbildung mit meiner Arbeit in der Tagesgruppe und meiner selbstständigen Tätigkeit als Fotograf verbinde. Die Fotografie werde ich auch während und nach meiner Ausbildung weiterführen. Sie bleibt ein wichtiger Bestandteil meines beruflichen und persönlichen Lebens. Ich möchte weiterhin Hochzeiten, Babys, Familien und Porträts fotografieren und dabei besondere Emotionen und Erinnerungen festhalten. Wenn ich heute auf meinen bisherigen Weg zurückblicke, sehe ich viele Gemeinsamkeiten zwischen der Fotografie und der pädagogischen Arbeit. Als Fotograf beobachte ich Menschen, ihre Gefühle und ihre kleinen Geschichten. Als angehender Erzieher beobachte ich Kinder, ihre Entwicklung, ihre Bedürfnisse und ihre individuellen Lebenssituationen. In beiden Bereichen geht es um Vertrauen, Nähe, Aufmerksamkeit, Einfühlungsvermögen und besondere Momente. Als Fotograf ist es wichtig, Menschen so anzunehmen, wie sie sind. Auch in der Arbeit mit Kindern ist es entscheidend, jedes Kind wertzuschätzen, ernst zu nehmen und individuell zu begleiten.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum mir beide Tätigkeiten so viel bedeuten. Die Fotografie ermöglicht mir, besondere Augenblicke sichtbar und dauerhaft zu machen. Die pädagogische Arbeit gibt mir die Möglichkeit, Kinder in ihrer Entwicklung zu unterstützen und ihnen Sicherheit und Vertrauen zu geben. Für mich ist es etwas ganz Besonderes, Kinder auf einem Teil ihres Lebensweges begleiten zu dürfen. Ich möchte ihnen etwas zutrauen, sie stärken und sie dabei unterstützen, selbstständige und selbstbewusste Menschen zu werden. Mein Weg zum Erzieher hat lange gedauert. Aber manchmal braucht ein Wunsch einfach seine Zeit. Heute bin ich froh, diesen Schritt gegangen zu sein. Gleichzeitig bin ich dankbar, dass ich meine Leidenschaft für die Fotografie weiter ausüben kann. Für mich gehören beide Bereiche zusammen: die Fotografie, in der ich Emotionen und Geschichten festhalte, und die pädagogische Arbeit, in der ich Kinder begleite und ihre Entwicklung unterstütze. Ich möchte deshalb auch in Zukunft beides miteinander verbinden: als angehender Erzieher mit Kindern arbeiten und gleichzeitig als selbstständiger Fotograf Menschen, Familien und besondere Lebensmomente fotografisch begleiten.
Ulff Berger
Hochzeitsfotograf in Chemnitz
Gedankenlos Fotografie